250 g Butter
250 g Zucker
500 g Mehl
5 Eier
1 P. Backpulver
1 Tasse Milch
Echtes Kakaopulver nach Belieben
Ca. 1 Stunde bei 220 Grad im Ofen backen
Man kann die Debatte darum, wer nun das vorgenannte Rezept zuerst verwendet hat, um zu beweisen, dass es den heutigen Essgewohnheiten nicht mehr entspricht, daher besser nicht mehr verwendet werden soll, unsäglich finden, weil man um den heißen Brei redet.
Im Kern geht es doch eigentlich darum, dass Berufsersatzhilfsbäcker sehen, wie sie mit ihren Panschereien, die nur einen Matschkuchen ergeben, an Bedeutung verlieren, immer weniger Leute ihn essen wollen, und es eine Gegenbewegung von kompetenten Bäckern gibt, die Deutschland wieder das Backen mit soliden, traditionellen Rezepten und Zutaten ermöglichen wollen, die dann am Ende nach einem Marmorkuchen schmecken, wie viele ihn noch kennen.
Das gefällt den Ersatzhilfsbäckern nicht, daher graben sie in jeder Mottenkiste, die sie auftreiben können, nach Argumenten, warum es aus gesundheitlichen Gründen verboten sein sollte, so zu backen, weil das eine Gefahr für die Berufsersatzhilfsbäcker-Innung darstellt.
Mal ist der Zucker schädlich für die Zähne, mal sind es die verwendeten Eier, mal ist die Butter für den Cholesterinspiegel nicht zuträglich.
Am Ende geht es jedoch einzig und allein um die Deutungshoheit, welches Rezept nun nach Ansicht der Ersatzhilfskräfte das richtige, von der Staatsbäckerei empfohlene ist.
Und je mehr Leute die Rezepte der Traditionsbäcker benutzen, desto nervöser werden sie, weil sie die Backhoheit verlieren, erst im sogenannten Ost-Backofen, und jetzt auch im sogenannten West-Backofen. Da hilft auch keine im Backofen aufgestellte Brandmauer, die verhindern soll, dass sich wehrhafte Zutaten mit traditionellen Zutaten etwa vermischen könnten. Und bloß nicht die Backofentür aufmachen, dann fällt sowieso alles zusammen.
Da helfen auch keine Backbroschüren namens „Unserebackrezepte“, die christdemokratisch erklären, wie richtiges Backen mithilfe eines wa(e)hrhaft demokratischen Backofens geht, damit der Duft der Freiheit schon im Treppenhaus zu erschnuppern ist.
Wer solche Backrezepte in Fernsehsendungen, wie „Robert’s Kochstudio“ verbreitet, läuft Gefahr, in einer Backideologie zu enden, die der, mit der sie die Anhänger der traditionellen Backkunst bekämpfen wollen, in nichts nachsteht.
Es ist schon wirklich ziemlich erbärmlich, dabei zusehen zu müssen, wie viele faule Eier sich unter den Ersatzhilfsbäckern befinden, und wie verzweifelt sie sind, dass sie zu solch billigen Tricks greifen müssen, um ihre Innung ungelernter, unqualifizierter, praxisferner Minderbäcker zu schützen.
Ob die Vereinigung für traditionelle Backrezepte am Ende wirklich besser backen kann, bleibt offen. Doch welche Alternative hat man? So, wie jetzt, können sicher nicht weiter Kuhfladen gebacken und als Marmorkuchen verkauft werden, weil dieser Dreck den Leuten einfach nicht mehr schmeckt. Das zeigen auch die Umfragen nach der Beliebtheit des Innungspräsidenten der Berufsersatzhilfsbäcker-Innung und deren angeschlossenen Hilfsbackstuben.
(pareto und Friedenstaube auch auf telegram unter https://t.me/pareto_artikel und https://t.me/friedenstaube_artikel )
(Helfen Sie, dass das nicht zensierbare pareto-Projekt weiterwächst. Leiten Sie Artikel, die Sie auch in den telegram-Kanälen finden, an Menschen weiter, von denen Sie sich vorstellen können, dass sie sich dafür interessieren.)
(Hier können Sie gerne meine Arbeit unterstützen:)
* *
* *

* *
(Dieser Beitrag wurde mit dem Pareto-Client geschrieben.)
* *
(Bild von pixabay)

