Neues aus dem Gedankenmixer #4

Die nächsten Absurditäten sind reif, Zeit sie zu pflücken

Georg Ohrweh

8. September 2026September 8, 2026 · 9 Min. Lesezeit9 min read

Christlich demokratischer Reformator und Politikübersetzer

Die merzschen Reformen scheinen genau so auf Indizien zu beruhen, wie die angeblichen Drohnengrüße aus Moskau am Flughafen Leipzig/Halle. Die Reden des Reformators hören sich an, wie aus den letzten Tagen der SED: „Ich erkläre, ich erkläre euch doch alles!“

Deutschland hat einen Bundeskanzler und Deutschland hat ein Volk. Beide bewegen sich im selben Staat, haben aber sonst keine weiteren Schnittpunkte. Jeder wuselt vor sich hin. Das Volk tritt nicht auf und der Kanzler tritt nicht ab.

Die christdemokratische Phrasendreschmaschine wollte die Wähler der AfD halbieren, was nicht gelungen ist. Jetzt sollte er mal versuchen, seine Amtszeit zu halbieren, das würde besser zu den Wahlergebnissen der eigenen Partei passen, vielleicht klappt das ja besser.

Hendrik Wüst, mit dem Charme einer Jägerzaunlatte, will die AfD nach dem Wahlergebnis in Sachsen-Anhalt nun verbieten. Um solche Wahlergebnisse auch in Zukunft zu verhindern, sollte er Merz ablösen und dann gleich ganz die Demokratie verbieten, weil die gesichert anti-unserdemokratisch ist.

Eine AEG-Vampyrette ist der Stolz in jedem Haushalt

Als Bundespräsidentin (es soll ja eigentlich eine Frau werden), kommt nur Frau Zack-Bimmelmann infrage, weil sie durch ihre Nähe zu Metall ganz sicher auch mit großer Würde Orden verleihen könnte, sogar bei Sturm und Regen, denn die Frisur sitzt immer. Sicher wäre sie auch die beste Wahl, die letzten Sympathien für Deutschland zu reformieren. Daneben sollte die Heilige Maria Agnes auch die Schutzpatronin der Kriegstreiber werden und einmal im Jahr den Dödel wider den tierischen Ernst in Brüssel verleihen.

Berlin hat gelernt – jetzt stellt es seine IT um

In Berlin arbeiten Behörden noch mit Windows 10. Dem Hirn eines Beamten entsprechende Passwörter wie „12amsterdam“ sind immer noch besser, als gleich den eigenen Namen zu nehmen. Der Datenklau macht deutlich, dass auch hier dringend reformiert werden muss.

Wo sind eigentlich die ganzen Schreibmaschinen hingekommen? Es gibt doch die Möglichkeit sichere Dokumente herzustellen. Und vielleicht gibt es unter den Omas gegen rechts vor links noch einige, die mit 10 Fingern blind (wie gewagt!) das Maschineschreiben beherrschen. Dann hätten die doch auch eine sinnvolle Beschäftigung und bräuchten nicht auf irgendwelchen staatlich geförderten Veranstaltungen herumzulungern.

Zur Sicherung der Daten könnte man die Schriftstücke auf Schellack-Platten übertragen, die dann in großen Datenparks (die Werkshallen von VW in Osnabrück stünden zur Verfügung), in denen tausende von Grammophonen stehen, gesichert werden.

Umstellung auf Kriegswirtschaft

Der Ankauf und die Produktion von Panzern sollte sofort zurückgezogen werden, weil sie für die Abwehr von Drohnen nicht geeignet sind. Selten liegen sie auf dem Boden und man kann mit dem Panzer drüberfahren. Stattdessen sollten in freiwerdenden Werkshallen der Auto-Industrie Nazi-Keulen in Massen hergestellt werden. Ein Schlag damit und die Demokratie ist hin.

Staatliche Selbstvergeltung

Als Vergeltung für den staatlich-hybriden brutalen Angriffskrieg auf die Intelligenz der deutschen Insassenbürger, sollte das gesamte Regierungsviertel in Berlin binnen einer Woche geschlossen werden. Im Gegensatz zu den Indizien zur Drohnung auf dem Flughafen Antonow/Wladimir Selenskij gibt es hier eine reichliche Fülle von Beweisen, dass die Hillbilly-Bude dringend dicht gemacht werden muss.

Systemkonformer Waschlappen-Journalismus

Das schreibende und sprechende Gewerbe hat sich ohne Worte, ohne klare Ansage von irgendjemandem darauf geeinigt, Haare aus der Suppe zu fischen, die es vorher selbst hineingetan hat. Es gibt einen Wettbewerb untereinander, wer die dämlichsten Fragen stellen kann. Niedertracht ist das Salz in der Suppen-Berichterstattung.

Die Gleichschaltung findet wie damals nicht unter Zwang statt, sondern wird als Selbstverständlichkeit angesehen, um seinen patriotischen Teil dazu beizutragen, dass die Idee des Unserdemokratischen Reichs bald als vollendet angesehen werden darf.

Vom Ist-Zustand aus, wird entweder nach unten oder nach oben geredet

Je nachdem, welchen Radiosender man hört, also entweder den unserdemokratischen Reichsfunk oder die Neuen Medien, kann man einen Grundansatz erkennen, wie über das Wahlergebnis in Sachsen-Anhalt berichtet wird. Entweder wird vom Ergebnis aus heruntergeredet, oder man ist einen Schritt davor, es zu überholen.

Die einen sehen schon in der Ferne, wie ihnen die Felle davonschwimmen, das macht Angst, und da kann man auch schon mal niederträchtig werden.

Die anderen träumen von einer Tomatenernte eines einzigen Strauchs, mit dem sie die gesamte italienische Ernte übertreffen wollen.

Irgendwie scheint durch, dass sie beide jedenfalls oft nicht neutral berichten, was Sache ist.

Auch wenn die Dampfmaschine irgendwann einmal durch eine andere Technik abgelöst wurde, hat man derzeit in der Neue-Medien-Landschaft das Gefühl, dass da der eine oder andere immer noch eine Dampfmaschine im Keller stehen hat, mit der sich noch prima Dampfradio-Reichweite generieren lässt.

Man muss halt aus dem, was man hat, das Beste draus machen

Wir haben in Deutschland immer noch das Parteiensystem. Die AfD ist eine demokratisch legitimierte Partei, auch, wenn die Alt-Parteien alles versuchen, sie in ihre Schranken zu weisen. Mit Verbotsversuchen, statt mit einer besseren Politik. Gäbe es keine Opposition mehr, gäbe es auch keine Demokratie mehr, weil die Opposition einfach dazu gehört.

Am Ende ist aber die AfD auch eine Partei, die aus dem Parteiensystem heraus entstanden ist und letztendlich innerhalb des Parteiensystems bleibt, das man grundsätzlich einmal genauer betrachten müsste.

Die Systemfrage wäre nicht, ob die Demokratie als solche infrage zu stellen ist, sondern ob das Parteiensystem noch zeitgemäß ist. Innerhalb des demokratischen Rahmens wäre zu fragen, wie es zu einer wirklichen Beteiligung des Souveräns kommen könnte. Volksentscheide sind sogar im Grundgesetz vorgesehen, man hat aber bislang jede Gelegenheit genutzt, sie zu vermeiden. Bestes Beispiel: Der Beitritt der DDR zum Geltungsbereich des Grundgesetzes. Hier hätte das deutsche Volk die Gelegenheit haben müssen, sich in freiem Willen eine Verfassung zu geben. Eine Begründung, warum das nicht erfolgte war, dass das unter den gegebenen Umständen des Zeitdrucks nicht bewerkstelligt werden konnte. Vielleicht hätte Gorbatschow noch ein paar Wochen gewartet, wenn man ihm die Gründe dafür vorgelegt hätte.

Das Problem bei Volksentscheiden ist allerdings, dass die staatlichen Lehrpläne in den Schulen zu einer allgemeinen Verblödung beitragen (was wahrscheinlich sogar Absicht ist), und dadurch ist der größte Teil des Souveräns derzeit noch nicht in der Lage, mündig demokratische Verantwortung zu übernehmen.

Die Looser-Parteien sind derzeit noch immer in der Lage, weiterhin ausreichend viel Unheil anzurichten. Es wäre anders, wenn in noch einigen anderen Bundesländer mehr der Wunsch der Wähler der wäre, die löchrigen Socken durch neue zu ersetzen.

Noch mehr Radio-Gaga

Fairerweise muss man sagen, dass Interviews mit der AfD im ÖRR von Niedertracht getränkt sind. Man nutzt jede Gelegenheit, um etwas schlechtzureden, man kehrt Aussagen ins Negative, wo immer es geht.

Das hat alles nichts mehr mit sachlicher Kritik zu tun, sondern in jedem Wort schwingt die Verachtung mit, und der Wille, die AfD am liebsten aus dem Weg geräumt zu wissen, weil sie nicht in das System passt, das für diejenigen gut sorgt, die sich zu ihm bekennen und die an seinen Fleischtöpfen sitzen. Bei Interviews zum Beispiel des WDRs mit AfDlern denkt man immer sofort daran: Ich habe zwar nicht den geringsten Bock dazu, aber der Pflichtbesuch bei der ekligen, unsympathischen Tante Helga muss sein. Ich habe es versprochen, aber eigentlich wüsste ich etwas besseres mit meiner Zeit anzufangen.

In diesen unsäglichen Interviews schwingt aber auch noch etwas anderes mit: Der Grund, warum der ÖRR sein Verfallsdatum längst überschritten hat und dringend entsorgt werden müsste. Das Gefühl, man sendet bis zur letzten Minute, bis der Sendebetrieb eingestellt wird.

Kinder-Demokratie

Schaut man sich in den Kommentaren diverser Kanäle um, so gibt es dort immer noch sehr viele, die daran glauben, dass sie nur die richtige Partei wählen müssen, in deren Reihen sie glauben, dass sich dort der Erlöser befindet, damit sich die Verhältnisse ändern. Dass das in der Vergangenheit noch nie der Fall war, scheinen sie immer wieder zu vergessen.

Das zeigt, dass sie nicht in der Lage sind, mit fundiertem politischem Wissen, das Arbeit macht, zum Beispiel durch Volksentscheide, mündige Verantwortung für die Geschicke des Landes zu übernehmen.

Immer noch verharren viele in einer Art Kinder-Demokratie, in der man sich darauf verlassen will, dass Papa es schon richten wird und Mama für einen die Kohlen aus dem Feuer holt.

Das Gegenteil wäre eine Erwachsenen-Demokratie, in der man erkannt hat, dass man einen politischen Reifeprozess erreicht hat, in dem man sich bewusst ist, dass man selbst Verantwortung für sein Leben übernehmen muss.

Wenn wir als erwachsene Menschen bei jeder Entscheidung erst den Papa und die Mama fragen müssen, dürfen wir uns nicht wundern, wenn einer von beiden Entscheidungen trifft, die vielleicht gut für sie, aber nicht gut für uns sind.

Die Erlöser-Mentalität in einer demokratisch geprägten parlamentarischen Parteien-Demokratie hat den Wunsch nach einem Führer abgelöst. Die Frage ist, ob man nicht doch am Ende nach einer Diktatur ruft, aber auf jeden Fall nach einer Fremdbestimmung?

Scheint in dem derzeit oft verwendeten Begriff „unsere Demokratie“ nicht schon die diktatorische, auf jeden Fall aber totalitäre Tendenz durch?

Schrumpfen statt Wachsen?

Wir stehen am Ende von etwas, dessen Ausgang wir weder kennen, noch eine Ahnung davon haben, wie ein Neuanfang aussehen könnte. Das berechtigt dazu, in jede Richtung zu denken.

Querdenken erweitert den Horizont!

Viele sagen, Deutschland wäre zu groß für Schweizer Verhältnisse, in denen das Volk stark in politische Prozesse eingebunden ist. Ist es da so abwegig, auch mal über das naheliegendste nachzudenken? Man könnte nämlich auch auf die Idee kommen, Deutschland kleiner zu machen, damit Schweizer Verhältnisse möglich werden, vorausgesetzt, die Behauptung, Deutschland sei zu groß, ist richtig.

Wären die bereits vorhandenen Bundesländer klein genug dazu? Wäre eine Ansammlung von Freistaaten, wie Bayern und Sachsen die Lösung?

Der Vorteil wäre, dass Deutschland klein genug wäre, um nicht wieder stärkste konventionelle Kraft in Europa werden zu können. Wie wahrscheinlich wäre es, dass sich ein möglicher Feind, den für ihn attraktivsten Freistaat herauspicken würde, um ihn sich einzuverleiben?

Nach den derzeitigen Eskalationsphantasien von Irre gewordenen Staatslenkern, würde von einer Ansammlung von Freistaaten, nicht mehr die Gefahr ausgehen, dass sich der Größenwahn, wie jetzt, ausbreiten könnte.

Der Staatsfunk würde so nicht mehr möglich sein, Bayern erzählt Mist, mal hören, was Sachsen dazu sagt?

Der Machtmissbrauch in Berlin, wie ihn die Deutschen derzeit zu spüren bekommen, wäre nicht mehr möglich.

Es könnte einen regen Austausch untereinander geben. Die einzige gemeinsame Erklärung, die die einzelnen Freistaaten aufgrund ihrer vorangegangenen gemeinsamen Geschichte abzugeben hätten, wäre, dass jeder für sich gleichermaßen zu verhindern hat, dass es noch einmal zu einer Machtkonzentration kommen kann.

Dieser Gedanke kann natürlich nur ein erster Ansatz sein, der zu vertiefen wäre. Man sieht derzeit in Deutschland, wie ein Land aus dem Ruder laufen kann, wenn der politische Wille in die falsche Richtung geht. Der politische Wille ist grundsätzlich da. Es kommt nur darauf an, wofür er eingesetzt werden soll. Es geht viel, wenn man nur will.

(pareto und Friedenstaube auch auf telegram unter https://t.me/pareto_artikel und https://t.me/friedenstaube_artikel )

(Wem meine Artikel gefallen, bitte teilen. Und ich wehre mich nicht gegen eine Satoshi-Unterstützung nach eigenem Ermessen. Danke!)

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(Dieser Beitrag wurde mit dem Pareto-Client geschrieben.)

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(Bild von pixabay)

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