Oder die Grundbestimmungen als der Feste Anker in der realen Politik.
Das Bestimmen des Grundes ist die die Basis der Erklärung und damit die
Basis der kritischen Auseinandersetzung. Erst ein bestimmter Grund
liefert die Basis auf der sich eine Argumentation und zwangsläufiges
Handeln aufspannen lassen.
Diese Gründe sind nicht geboten, denn Gebote werden gegeben, aber wir
müssen Bestimmen, denn es gibt keine Instanz neben uns, hier sind wir
allein und in der Verantwortung und damit müssen wir die Gründe
bestimmen nach denen wir Handlen.
Um eine Unterwanderung und Umdeutung vorzubeugen werden die Zentralen
Kerne als Prinzipien abgeleitet die sich in der Satzung als
Grundbestimmungen wiederfinden bzw. aufgenommen werden, diese können
nach Satzung nur schwerlich geändert werden, wie das Grundgesetzt für
alle Parteien nur deutlich spezifischer. Das Ziel ist es das
Grundgesetzt diesen Grundbestimmungen anzunähern. Siehe die Partei ist
ein Labor.
Diese Grundbestimmungen sind die Maßlatte an denen sich die Politik zu
Orientieren hat sie sind der Wertekanon der Partei, sie sind im
Schiedsgericht einklagbar.
Kein Vorsitzender kann mit einer kleinen Mehrheit einen Parteikurs
gestalten der den Grundbestimmungen zuwider läuft. -Nicht ohne aus dem
Amt geklagt zu werden. Es wird nicht die Ankündigung geben, Kinderrechte
in das Grundgesetzt zu schreiben [1] um dann- eine Legislatur Periode
später , 100 Milliarden für den Krieg bereit zu stellen [2],
Grundgesetztlich verankert, anstelle der Kinderrechte. Hier sehen wir
wie wichtig diese Formalitätet sind. Wie genau es gilt eine Satzung zu
konstruieren das sie nicht hackbar ist, ist nur ganz bedingt Gegenstand
unserer Überlegungen. Ein Beispiel ist im Bastelabschnitt niedergelegt.
[3]
Bei den Grundbestimmungen dürfen wir nicht sparen, sie müssen radikal
trivial, also eingängig, herausfordernd und umfassend sein, sie bilden
den Kern des abwegigen Sektierertum dem wir uns verschrieben haben.
Der Zentrale Kern der alle Grundbestimmungen ausmacht ist die Sorge
für unsere Kinder, es ist die Frage aus dem Prolog: Wie kann unsere
Gesellschaft aufgebaut und strukturiert sein, sodass sie unseren Kindern
eine gute Gesellschaft und Gemeinschaft bietet?
Das ist der Grund für unser Handeln.
Es ist eine universelle Frage, sie ist uns Menschen gegeben, unabhängig
von Kultur und Glaube, unabhängig vom Ort ja sogar der Zeit, denn wir
haben gesehen wie sehr wir alle also jeder von uns Abhängig von
der Zukunft ist. Aber nicht nur diese Zukunftsabhänigkeit ist eine
universelle, wichtiger ist diese einfache Wahrheit: Das jeder von
uns ein Kind war. Wir Erwachsene waren Kinder die in dieser
Gesellschaft und Gemeinschaft aufgewachsen sind. Universell ist der
Erfahrungszugang eines jeden von uns. Nicht was aber das wir eine
Erfahrung vom Kindsein haben ist uns allen gemeinsam. Diese Individuelle
Erfahrung ist zugleich eine kollektive und universelle. Wir Menschen
werden geboren und besorgt, unserer Hilflosigkeit wird entsprochen. Wir
alle tragen das Mal an dem wir uns erkennen können. [4] Dieses Mal
markiert die von Camus gesuchte Natur des Menschen. Es ist die
Hilflosigkeit, das angewiesen sein um Leben zu können.
„Die Analyse der Revolte führt mindestens zum Verdacht, dass es, wie die Griechen dachten, im Gegensatz zu den Postulaten des heutigen Denkens eine menschliche Natur gibt.“ [5]
Und Gleichzeitig ist sie das Annehmen, die andere Seite unsere
Hilflosigkeit, die Entsprechung dieser. Wenn wir leben dann nur weil wir
angenommen wurden. Weil es jemanden gab, einen Menschen, der für uns
Verantwortung getragen hat.
Diese Grundbestimmungen sollen Antworten sein auf genau diese Frage der
Verantwortung, zusammen ergeben sie den Entwurf einer verstiegenen
Utopie einer Gesellschaft die das Wohle der lebenden Kinder und damit
der lebenden Menschen im Auge hat. Die Verantwortung für unsere
Kinder unterscheidet diesen Entwurf von vermeintlich ähnlichen Entwürfen
wie ‘longtermism’ [6] die eine abstrakte Menschheit vor Augen haben.
Dies ist eine Utopische Vorstellungen die nicht die Gegenwart von uns
allen in den Blick nimmt, sondern abschweift in ein diffuses Morgen,
immer bereit das Heute für die Versprochenen Zukunft zu Opfern, wie all
die anderen der Utopistischen Entwürfe. Dabei vollzieht sich doch der
Wechsel kontinuierlich, im hier und jetzt, stetig. Ohne Lücke und
Sprung. Diese Zukunft wird durch die Gegenwart gestaltet, deswegen ist
sie kein Ziel, unsere Zukunft ist nicht Fixiert, sie entsteht mit
unserem Handeln. Die Verantwortung im hier und jetzt bringt uns die
Gegewartsbezogenheit aber auch eine Unabgeschlossenheit was die Zukunft
und unsere Vorstellung von ihr angeht.
In der Fragestellung verbirgt sich eine Elementare Grundaussage: Das
Leben hat für uns Lebenden einen Wert [7], dieser einfachen
Feststellung folgenden ergibt sich die Verantwortung gegenüber den
Kindern.
„Verantwortung im ursprünglichsten und massivsten Sinn folgt aus der Urheberschaft des Seins, an der über die aktuellen Erzeuger hinaus alle beteiligt sind, die der Fortpflanzung durch Nichtwiderruf ihres Fiat im eigen Fall beipflichten, also alle, die sich selber das Leben erlauben“[8]
Wir die wir das Leben als einen Wert erklären, verpflichten wir uns diesem Leben gegenüber, dieses Leben ist nicht nur unser eigenes, es ist das Leben aller dem wir so verpflichtet sind.
„[..] das Neugeborene , dessen bloßes Athmen unwiedersprechlich ein Soll an die Umwelt richtet, nämlich sich seiner anzunehemen. [..] Da hier das Sein eines einfachen otischen Daseinden ein Soll für andere immanent und ersichtlich beinhaltet, […]“[9]
Wir waren diese Neugeborenen, ein Soll für die anderen, wir wurden
angenommen. Nur durch diese Annahme leben wir heute.
In dem was wir hier als Leben bezeichnen steckt noch ein wenig mehr, wir
haben eine Empfindung für das Leben, nur von Empfindung kommt Bedeutung,
und ein Konkretes Beispiel: Unser eigens Leben. Die Fähigkeit zur
Empfindung, hier versteckt sich die alte Frage nach dem Bewusstsein, und
sie ist wichtig für uns. [10]
Definiert Harari das Bewustsein über die Fähigkeit zum Leiden, was für
sich völlig richtig ist, schlagen wir eine Positive Begriffstbestimmung
vor, die wenigstens für das erste reicht.
<figure> <img src="https://raw.githubusercontent.com/KuekenPartei/derKUEKeN-dasBuch/working/resources/klarmachen/klamachen-Bewustsein.png" style="width:50.0%" alt="Klarmachen ändert, Ein Bewustsein achtet ein anderes Bewustsein" /> <figcaption aria-hidden="true">Klarmachen ändert, Ein Bewustsein achtet ein anderes Bewustsein</figcaption> </figure>
Wahr ist aber auch das wir nicht nur staunen und lieben können, auch
frustriert wie der Frosch [11] können wir uns fühlen, verraten und
verkauft … einsam. Uvm. Die daraus folgende Ethik kann nur sein, das man
empfindsamen Lebewesen keine schlechten Gefühlen zufügt. Und da sind wir
doch beim Leid das wir fähig sind zu empfinden von dem Harari gesprochen
hat.
Wenn wir einen Hauch einer Vorstellung von Bewusstsein entwickeln
wollen, an dieser Stelle, dann scheint eine “non computable”, in der
Quantenmechanik verankerte Vorstellung, wie die “Orchestrated objective
reduction” [12] eine geeignete Wahl.
Das Bewustsein ist es was uns miteinander interagieren läßt, so Roy
Baumeister [13]. Einfacher auf den Punkt gebracht liest es sich:
<figure> <img src="https://raw.githubusercontent.com/KuekenPartei/derKUEKeN-dasBuch/working/resources/klarmachen/klamachen-Polis.png" style="width:50.0%" alt="Der Mensch ist ein Wesen der Gemeinschaft …" /> <figcaption aria-hidden="true">Der Mensch ist ein Wesen der Gemeinschaft …</figcaption> </figure>
Für uns Menschen ist unser Bewustsein nicht von der Gemeinschaft trennbar, die Gemeinschaft Formt das Bewustsein, das Bewustsein stiftet die Gemeinschaft.
Und so Antworten wir der Neoliberalen Marget Thatcher auf ihre Aussage, “there is no such thing as society” [14] “there is no such thing as a single person, this person could not even them self a person”
Das Bewustsein läßt sich für uns nicht von der Gemeinschaft trennen.
- Pazifismus
- Säkularismus
- Gegenwartsbezogenheit
- Strukturelle Unabgeschlossenheit
- Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen
- Solidarität
- Gerechtigkeit
- Lebenszeit als Schatz
- Kooperation statt Wettbewerb
- Bekenntnis zu den universellen Menschenrechten
Grundbestimmungen#
Die Grundbestimmungen werden in einem eigenen Abschnitt in der Partei Satzung erklärt[15]. Sie drücken die Zentralen Werte der Partei aus. Sie sind konkret, deswegen braucht es einiege, aber auch derartig allgemein das sie gemeinsam das ganze Feld der Werte abgdecken könnenn. Das für jeden etwas dabeist.
Pazifismus#
Pazifismus ist die
konsequente Folge aus der Verantwortung für unsere Kinder. Er muss in
dem Sinne radikal sein, als wir verstehen müssen, dass Krieg nur mit
Kriegsgerät stattfinden kann und wir damit aufhören müssen, es zu
produzieren und zu nutzen.
Auf den Punkt gebracht ist der Anspruch: Frieden ist eine
Verantwortung gegenüber unseren Kindern, denn Kinder können keine
Feinde sein, sie sind immer Kinder der Gesellschaft und bedürfen unser
aller Verantwortung.
If the russian love the children too … [16]
Und wenn sie es tun, die Russen, wenn sie ihre Kinder Lieben, wenn sie
Teil der selben Verantwortung sind wie wir, wie können wir mit ihnen
Kriegführen? Wie überhaupt, wenn das Leben einen Zweck darstellt für uns
Lebenden, können wir Kriegführen?
Doch nur, weil wir uns dieser Verantwortung nicht stellen. Das ist die
nihilistische Alternative die Camus skizziert:
„Aber wenn wir allein sind unter einem leeren Himmel, wenn wir für immer sterben müssen, wie können wir da wirklich sein? Die metaphysische Revolte versuchte dann, das Sein abzuleiten aus dem Erscheinen. Worauf das rein geschichtliche Denken sagte: Sein ist Tun. Wir waren nicht, aber wir mussten mit allen Mitteln sein. Unsere Revolution ist ein Versuch, ein neues Sein zu erobern, durch das Tun, außerhalb jedes Moralgesetzes. Aus diesem Grund verurteilt sie sich dazu, nur für die Geschichte und im Terror zu leben.“ [17]
Das Ausmaß das wir hier ansprechen ist gewaltig, die Welt ist voller
nutzloser Rüstungsgüter. Nutzlos bezogen auf die Verantwortung die wir
inne haben, und wir alle müssen deshalb abrüsten. Abrüstungsvertrag um
Abrüstungsvertrag.
Ewiger Friede, eine verstiegenen Utopie und Gleichzeitig eine
Aufforderung zur Verantwortung, an der wir uns zu Messen haben. Bild
von
“Das ist <s>nicht</s> unser Krieg” [18]
Beschreibt sowohl diese Aufforderung als auch die Verantwortung genau.
Es ist unser Krieg, er ist unser aller Verantwortung, und wir könnten
ihn beenden. Und deshalb ist es nicht unser Krieg, wir sollten ihn
beenden. Wir führen keine Kriege wenn wir die Verantwortung gegenüber
unseren Kindern annehmen.
Und wenn wir wissen das wir keine Kriege führen, wozu würden wir
Kiegsgüter brauchen?
Säkularismus#
Auch der Säkularismus
ist eine Folge dieser Verantwortung. Wenn wir ein höheres Wesen, einen
Gott, annehmen, dann trägt dieses höhere Wesen am Ende die
Verantwortung, die Verantwortung für den Zustand der Welt. Die
Verantwortung, insbesondere der menschlichen Gesellschaft und unseren
Kinder gegenüber, selbst zu übernehmen, erscheint hingegen natürlich.
Der zentrale Punkt ist also die Selbstbestimmung die zentral für die
Mündigkeit ist.
Durch die Verortung des Bewustseins in dieser Welt, sind wir nicht
angewiesen auf metaphysishe Stiftung.
Wir heißen keinen Pabst eine Stellvertreter Gottes.
Der Liberalismus hat den Glauben in die Privatsphäre verlegt, aber wenn
wir sagen das Private ist Politisch, dann ist auch die Religion
Politisch. Deswegen ist der Glaube durchaus eine Politische Sache, die
es zu diskutieren gilt.
Gegenwartsbezogenheit#
Wir müssen in der Verantwortung bei den existierenden Menschen bleiben,
die Gegenwart ist der Raum, in der die Zukunft gestaltbar ist, nicht die
Zukunft. Konkrete Menschen können Ziel unserer Verantwortung sein, nicht
mögliche Menschen.
Das ist die Aufforderung des Zahratusras, uns unsere Sterblichkeit zu
klar zu machen, und ein teil der wirklichen Welt zu sein, nicht einer
möglichen und vorgestellten.
„Ich beschwöre euch, meine Brüder, bleibt der Erde treu und glaubt Denen nicht, welche euch von überirdischen Hoffnungen reden! Giftmischer sind es, ob sie es wissen oder nicht.“[19]
Das ist ein Zentraler Kern, das wir Kinder haben führt uns auch unsere
Sterblichkeit vor Augen. Sie zeigen auf den Übergang den wir darstellen,
der über uns hinaus- und hinweg führt und gleichzeitig ein sprudelnden
Quell der Erneuerung darstellt.
Wir werden sterben, auch unsere Kinder werden Sterben, aber auch sie
werden Kinder haben, das ist der Strudel, der schaudernde Abgrund in den
wir schauen können, aber in der vertikalen da entfaltet er sich als
Spirale. Der Wasser durchflossene Strudel ist eine einfaches Bild für
das Dasein als offenes System die Materie die er ist, verschwindet, sie
ist nur im Moment ein Teil, im nächsten verschwindet sie im Abfluss, sie
wird ersetzt durch nachströmende Materie, die Struktur des Strudel
selbst ist nie die Materie selbst diese ist nur tempörärer Gast.
Strukturelle Unabgeschlossenheit#
Wir, als lebende Menschen, sind strukturell unabgeschlossen. Darin genau
besteht unsere Möglichkeit zur Entwicklung. Jedes unserer sozialen
Produkte gleicht uns darin: Die Partei ist strukturell unabgeschlossen,
unablässig müssen wir die Strukturen der Partei verändern, so auch die
der Gesellschaft. Es kann nicht unser Ziel sein, eine perfekte
Gesellschaft zu bauen, eine solche kann es unter diesen Voraussetzungen
nicht geben. Unser Ziel kann nur die positive und
nachhaltige Entwicklung der Gesellschaft
sein. Wenn wir selbst ein Übergang sind, dann ist jedes Ziel das wir
haben können auch nur ein Übergang, ohne die endgültige Bestimmung
bleiben wir immer unabgechlossen und unfertig, damit sind wir offen für
die Entwicklung, für neues, für unser Kinder und die Welt.
Hier ist kein Leitfaden, der klein um klein genau beschreibt wie die
Welt ist, kein fertiges Ergebnis an dem nicht zu rütteln ist.
Wir sind bescheidene kritsche Rationalisten die wissen das sie wenig von
der Welt wissen können, das Wissenschaftliche Erkenntinse nur wiederlegt
werden können, das ein Anspruch auf Wahrheit das Gegenteil von ihr
darstellt.
Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen#
Ein konservierender Umgang mit - bzw. die Wiederherstellung - einer
gesunden und reichhaltigen Umwelt leitet sich zwangsläufig aus der
Verantwortung für unsere Kinder und alle künftigen Generationen ab und
hängt eng mit dem Begriff der Nachhaltigkeit
zusammen.
Die natürlichen Lebensgrundlagen sind unsere Ressource, die das
menschliche Leben auf dem Planeten Erde erst ermöglicht. Hieran, aus
kurzfristigem Profitstreben heraus, Raubbau zu betreiben, ist Raub an
den nachkommenden Generationen, erschwert diesen sogar das Überleben und
muss daher als verantwortungsloses Handeln gegen unsere Kinder und
Kindeskinder gewertet werden.
Wir bekennen uns zum Antropozän und der daraus resultierenden
Verantwortung. Die Wirkung von uns Menschen auf die Erde ist inzwischen
so groß, dass wir Hans Jonas Erweiterung des Kategorischen Imperativs
berücksichtigen müssen, “Handle so, daß die Wirkungen deiner Handlungen
verträglich sind mit der Permanenz echten menschlichen Lebens auf
Erden.”[20]
Solidarität#
Der Mensch ist ein Wesen der Gemeinschaft. Deshalb gilt unsere Sorge der Gemeinschaft, wie sie dem Individuum gelten muss. In der Solidarität drückt sich u.a. der verbindende Generationenvertrag aus.
„Es gibt nur Identifikation mit dem Schicksal und Parteiergreifung. Das Individuum stellt demnach nicht an sich den Wert dar, den es verteidigen will. Um ihn zu bilden, bedarf es mindestens aller Menschen. In der Revolte übersteigert sich der Mensch im andern, von diesem Gesichtspunkt aus ist die menschliche Solidarität eine metaphysische.“ [21]
Die Solitarität und die Gerechtigkeit hängen zusammen. Die indeferenz
der Welt gegenüber unseren Wünschen und Vorstellungen läßt sich sich nur
durch dir Anteilnahme der andern Menschen ausgleichen oder wenigstens
durch trost ertragen.
Wir alle Teilen das Schicksal [22], unser Schicksal, denn die Erde ist
eine Kugel und alle wirkungen betreffen uns alle. So bedauerlich der
eine oder andere das finden mag, so einfach und wahr ist dieser
Zusammenhang. Wir alle Teilen ein Schicksal hier auf der Erde. Hier geht
die Solidarität in die Gerechtigkeit über.
Gerechtigkeit#
Nur in einer Gesellschaft, die strukturbedingte Benachteiligungen in den
Möglichkeiten der individuellen Teilhabe ausgleicht und so jedem
Menschen die gesellschaftliche
Teilhabe ermöglicht,
können Kinder kulturangemessen aufwachsen und zu mündigen und
gesellschaftskundigen Menschen heranreifen.
Die Gerechtigkeit ist die Basis des Leistungsprinzips und damit auch die
Basis jeder Vertagstheorie.
Lebenszeit als Schatz#
Dass die Lebenszeit ein entscheidender Wert ist, folgt aus der
Feststellung Hans Jonas, wonach das Leben einen Zweck für das Leben
darstellt [23].
Die Zeit unseres Lebens ist unwiederbringlich und vergeht, darum ist sie
ein Schatz. Ein Schatz den es zu teilen gilt, mit den Kindern, mit den
Menschen, den Lieben. Als Primaten sind wir Wesen der Gemeinschaft und
Lebenszeit, verbracht mit anderen Menschen, ist ein Geschenk. Wir müssen
weniger Geld ausgeben, weniger Produkte verbrauchen - nicht nur aus
Nachhaltigkeitsgründen. Wenn wir weniger Geld ausgeben, müssen wir
weniger Geld verdienen und haben mehr freie Zeit.
Kooperation statt Wettbewerb#
Der Wettbewerb ist ein Feind der Gemeinschaft. Er fördert die
Vereinzelung des Menschen und stört die natürliche Offenheit und die
kooperativen Fähigkeiten der Menschen. Damit macht er alle Menschen
unglücklich, denn Menschen sind Wesen der Gemeinschaft.
Der Wettbewerb den der Pastor Gauck so lobpreist[24] ist der kleine
Bruder des Neides und Neid ist keine schönes gefühl, keine produktive
Kraft, er ist zersetzend für gemeinschaften, schon der Gott der Christen
wussten das und hat ihn verboten.
Bekenntnis zu den universellen Menschenrechten#
Die universellen Menschenrechte bilden die basale Grundlage für den Umgang der Menschen miteinander.
Jedem Menschen diese Rechte zuzugestehen und ein dementsprechendes gesellschaftliches, juristisches und politisches Umfeld zu schaffen, bildet wiederum das wesentliche Fundament, auf dem sich mündige, aufgeklärte und selbstständige Persönlichkeiten verantwortlich entwickeln können. Die Erziehung unserer Nachkommen zielt seit Generationen auf ebendiese Attribute ab. Die universellen Menschenrechte schützen das Individuum, wie die Gesamtheit der Bürgerinnen und Bürger, vor unverhältnismäßigen Eingriffen in ihre ureigenen Angelegenheiten sowie vor staatlicher Willkür.
Daher ist ein Bekenntnis zu den universellen Menschenrechten ebenso ein Bekenntnis zu Rechtsstaatlichkeit und Mitbestimmung.
-----
Camus, Albert, Streller, Justus, Schlocker, Georges (2013): Der Mensch in der Revolte: Essays, 30. Aufl., Reinbek bei Hamburg 2013 Rororo ;22193.
Jonas, Hans Verfasser (2003): Das Prinzip Verantwortung. Versuch einer Ethik für die technologische Zivilisation, 1. Aufl., Frankfurt am Main 2003 Suhrkamp Taschenbuch, Teil 3492, https://d-nb.info/966483308/04.
Nietzsche, Friedrich (1883): Also sprach Zarathustra: ein Buch für Alle und Keinen, Chemnitz 1883, https://www.deutschestextarchiv.de/book/view/nietzsche_zarathustra01_1883.
Penrose, Roger (2017): Consciousness and the universe: quantum physics, evolution, brain & mind, Cambridge, MA 2017.
[1] Koalitionsvertrag cdu spd 2017 2021
[2] GG änderung Grüne/spd 2021
[3] Abschnitt 2 Basterl…
[4] vgl. das Kartesische Subjekt und sein Bauchnabel
[5] Albert Camus, Justus Streller, Georges Schlocker, Der Mensch in der Revolte: Essays, 30. Aufl., Reinbek bei Hamburg 2013 (Rororo ; 22193). Seite 30
[7] vgl. vom Konsens der lebenden
[8] Hans Verfasser Jonas: Das Prinzip Verantwortung. Versuch einer Ethik für die technologische Zivilisation, 1. Aufl., Frankfurt am Main 2003 (Suhrkamp Taschenbuch, Teil 3492), S. 241, https://d-nb.info/966483308/04.
[9] Ebd., S. 235.
[10] The Politics of Consciousness | video lecture with Yuval Noah Harari
[11] Verhaltenbiologie 7 Klasse Abbruch des Appetenzverhalten
[12] Roger Penrose, Consciousness and the universe: quantum physics, evolution, brain & mind, Cambridge, MA 2017 “1. Consciousness in the Universe: Neuroscience, Quantum Space-Time Geometry and Orch OR Theory”
[13] Roy Baumeister - Why Did Consciousness Emerge?
[14] Thatcher, Margaret. 1987. ’Interview for “Woman’s Own” (“No Such Thing as Society”). https://newlearningonline.com/new-learning/chapter-4/neoliberalism-more-recent-times/margaret-thatcher-theres-no-such-thing-as-society
[15] vgl. Satzung/Abschnitt B Grundbestimmungen
[16] “Russians”, The Dream of the Blue Turtles, A&M Records, Sting, Pete Smith , 1985
[17] Camus, Streller, Schlocker, [Anm. 5]. Seite 325
[18] Russland Urkaine Krieg 2022
[19] Friedrich Nietzsche: Also sprach Zarathustra: ein Buch für Alle und Keinen, Chemnitz 1883, S. 15, https://www.deutschestextarchiv.de/book/view/nietzsche_zarathustra01_1883.
[20] Jonas, [Anm. 8]. Seite 85
[21] Camus, Streller, Schlocker, [Anm. 5]. Seite 325
[22] “shared faith”
[23] Jonas, [Anm. 8]. Seite 142

Kommentare
Noch keine Kommentare. Schreib den ersten.