Am Abend des 16. Oktober veröffentlichte Jameson Lopp vier Sätze über eine Tabelle. Das Archiv physischer Angriffe auf Bitcoin-Besitzer, das er seit 2014 führt, hatte gerade die Marke von 700 Einträgen überschritten. Ein Forscher, der unter dem Namen Pizza Bitcoiner arbeitet, hatte eine KI-gestützte Suche auf Zeitungen in Landessprache, auf Gerichtsakten und Polizeiberichte aus 72 Ländern gerichtet und war mit 375 Fällen zurückgekommen, die im englischsprachigen Bestand nie aufgetaucht waren. Lopps Zusammenfassung fiel trocken aus: Die gute Nachricht sei, dass das Archiv nun deutlich genauer sei. Die schlechte Nachricht sei, dass sich die Zahl der bekannten Angriffe auf über 700 verdoppelt habe.
In keinem dieser 375 Fälle wurde ein Schlüssel gebrochen. Niemand faktorisierte ein Modul, niemand fand eine Nonce, niemand nutzte eine Lücke in einer Wallet aus. Jemand wurde nach Hause verfolgt, oder es wurde an einer Adresse geklingelt, die in einer öffentlichen Akte stand, oder ein Telefon wurde entsperrt, während jemand festgehalten wurde. Der älteste Eintrag der Datei ist Hal Finney, am 29. Dezember 2014 in Santa Barbara von einem SWAT-Team überrascht, Monate bevor der Streit um die Blockgröße zu einem öffentlichen Kampf wurde.
Das ist der erste Punkt, den man nüchtern festhalten sollte, denn die Branche hat siebzehn Jahre über den kryptografischen Zaun gestritten, während die dokumentierten Verluste woanders aufliefen. Der zweite Punkt ist der interessantere, und er ist nicht die Schlagzeile. Ein Datensatz, der sich an einem Tag verdoppelt, ist keine Kriminalitätswelle. Er ist eine Messung. Und eine Messung ist genau das, was aus einer vagen Gefahr einen Preis macht.
Was in dieser Datei wirklich steht#
Ich habe das Archiv an diesem Morgen heruntergeladen und selbst gezählt, statt der Pressemitteilung zu glauben. Die README enthält 704 Tabellenzeilen. Eine ist die Kopfzeile, eine die Trennlinie darunter. Damit bleiben 702 Datensätze, exakt die angekündigte Zahl, und jeder davon trägt eine Jahresangabe. Die Zählung ist ehrlich.
Wo der Streit beginnt, ist die Form im Inneren. Von 2014 bis 2019 lautet die Jahresreihe eins, fünf, vier, zwölf, siebenundzwanzig, zehn. Ab 2020 liest sie sich fünfunddreißig, siebenundsiebzig, achtzig, sechsundsechzig, neunundneunzig, einhundertzweiundsechzig. Das laufende Jahr steht bis zum 17. Oktober bei einhundertvierundzwanzig.
Wer von 2019 auf 2020 schaut, sieht einen Sprung von zehn auf fünfunddreißig und schließt, dass sich etwas verändert habe. Es hat sich etwas verändert, und es waren nicht die Angreifer. Die Datenbank von Pizza Bitcoiner beginnt im Januar 2020. Die Abdeckungsgrenze des Archivs und dieser Sprung sind dasselbe Ereignis. Wer eine Trendlinie durch 2019 legt, zeichnet ein Diagramm der Forschungsmethode, nicht der Gewalt.
Innerhalb des vergleichbaren Fensters wird das Bild unangenehmer. Von 2020 bis 2025 steigt die Zahl von fünfunddreißig auf einhundertzweiundsechzig, nach meiner Division ein Faktor von 4,6, mit einem Rückgang im Jahr 2023. Das ist eine steigende Reihe, gemessen mit einer einzigen Methode. Und die Zahl für 2025 verdient einen eigenen Satz. Der Newsletter, der die Veröffentlichung begleitete, beschreibt 2025 als Rekordjahr mit „über 70“ dokumentierten Fällen. In der Datei stehen inzwischen 162 Zeilen mit dem Datum 2025. Beides kann stimmen: Die siebzigirgendwas beschreiben das Archiv vor den Ergänzungen, und die Ergänzungen füllen Jahre genauso auf wie Wochen. Was nicht geht, ist, die alte Zahl und die neue Datei im selben Atemzug zu zitieren. Genau so wird ein Datensatz von Leuten missverstanden, die es gut meinen.
Dann 2026, das Jahr, für das noch niemand einen Rahmen gefunden hat. Einhundertvierundzwanzig Einträge decken den 1. Januar bis zum 17. Oktober ab, also 290 Tage. Auf ein Jahr hochgerechnet sind das 156, ein Bruchteil unter 2025 statt darüber. Der steilste Teil dieser Kurve liegt hinter uns, oder die Berichterstattung darüber ist gesättigt. Diese beiden Erklärungen sind von innen, aus der Datei heraus, nicht zu unterscheiden, und ich werde nicht so tun, als könnte ich es.

Warum ein Mensch in der Haustür steht#
Der Mechanismus eines solchen Überfalls erklärt, warum sich die Zahlen so ballen, und er hat drei Teile. Ein Angreifer muss wissen, dass eine bestimmte Person Bitcoin besitzt. Er muss diese Person einem Namen und einem Ort zuordnen können. Und der Betrag muss die Reise lohnen. Moderne Kryptografie schlägt den ersten Teil nur, solange niemand redet. Die anderen beiden sind überhaupt nicht ihre Zuständigkeit.
Darin liegt der Witz von xkcd 538, der dem Genre seinen Namen gab: ein Kryptosystem, verteidigt mit Schraubenschlägen für fünf Dollar gegen den Menschen, der den Schlüssel hält. Sechzehn Jahre nachdem dieser Strich gezeichnet wurde, ist er noch immer das genaueste Bedrohungsmodell der Branche, und das Archiv ist seine Bibliografie.
Die Geografie folgt derselben Logik, und sie ist nicht das, was die meisten Leser vermuten würden. Frankreich stellt 85 der 702 dokumentierten Fälle, 12,1 Prozent, und ist damit das größte Einzelland der Datei. Die Vereinigten Staaten kommen auf 77 Fälle, 11,0 Prozent. Taiwan auf 51, 7,3 Prozent. Brasilien 35, England und Russland je 32, Indien 29, Thailand 24.
Setzt man das gegen die Bevölkerung, mit Weltbank-Zahlen für 2024, wird die Konzentration merkwürdig. Frankreich hat 68,6 Millionen Einwohner, 0,84 Prozent der 8,14 Milliarden Menschen. Sein Anteil am Archiv ist nach meiner Division 14,4-mal so groß wie sein Anteil an der Menschheit. Die Vereinigten Staaten haben 4,2 Prozent der Weltbevölkerung und 11,0 Prozent der Fälle, ein Faktor von 2,6. Taiwans 51 Fälle sind 7,3 Prozent des Archivs; für Taiwan führt die Weltbank-Tabelle keine Bevölkerungszahl, und ich erfinde keine, also bleibt dieses Verhältnis offen.
Zwei Erklärungen passen, und das Archiv kann sie nicht trennen. Die erste ist Dokumentationsdichte: Die französischsprachige Presse berichtet diese Taten ausführlich, französische Gerichte veröffentlichen, und die neue Suchkette liest Französisch. Die zweite ist, dass Bitcoin-Besitz in Frankreich ungewöhnlich sichtbar ist, mit einer heimischen Branche, die jahrelang namentlich bekannte Gründer vor Kameras gestellt hat. Die Zahl des Newsletters für Frankreich im Jahr 2026 lautet „rund 41“ Fälle zwischen Januar und September. Zählt man die Zeilen in diesem Fenster, kommt man auf 49. Diese Differenz von acht ist selbst eine kleine Lektion darin, wie solche Zahlen wandern.

Drei Rechnungen für dieselbe Münze#
Hier wird aus einer Sicherheitsgeschichte eine Marktgeschichte. Jede Art, Bitcoin zu halten, verschickt bereits eine Rechnung. Die Rechnungen unterscheiden sich in der Währung, in der sie ausgestellt sind, und nur eine davon taucht auf einem Kontoauszug auf.
Die Rechnung der Bank ist der Zinsgewinn aus durchlaufenden Einlagen, im Englischen treffend Float genannt. Mel Mattison bezifferte in einem am 17. Oktober veröffentlichten Gespräch mit TFTC die von der Bank of America ausgewiesenen Kosten für Einlagen auf rund 140 Basispunkte, also 1,4 Prozent, während die kurzfristigen Zinsen weit darüber liegen. Er beschrieb Gehaltsabrechner, die Milliardensummen drei oder vier Tage im Durchlauf halten, als dasselbe Geschäft im Kleinen. Die Zahl sollte man als Zitat eines Gesprächspartners behandeln und nicht als geprüfte Größe, denn das ist sie. Der Mechanismus hängt ohnehin nicht an der genauen Spanne: Eine Einlage ist ein Darlehen an eine Bank zu einem Zins, den die Bank festlegt, und die Differenz zwischen diesem Zins und dem, was die Bank mit dem Geld verdient, ist die Gebühr. Sie ist unsichtbar, weil sie in entgangener Möglichkeit bezahlt wird, und entgangene Möglichkeit steht auf keinem Auszug.
Die Rechnung des Fonds ist eine Verwaltungsgebühr plus ein Recht, das man nicht hat. Cory Klippsten formuliert es in einem Brief vom 17. Oktober in einem Satz: „You can't withdraw your coins from an ETF or a Bitcoin stock.“ Man besitzt einen Anspruch auf den Bestand eines Verwahrers, verbrieft in Anteilen, abgewickelt in derselben Infrastruktur wie alles andere im Depot. Sein Brief ist zugleich Werbung für einen Dienst, der Anteile in Münzen tauscht, was man offenlegen sollte, bevor man ihn zitiert. Er enthält aber auch die beste Formulierung, die ich dafür gesehen habe, was dieses fehlende Recht wert ist.
Die Rechnung der Eigenverwahrung wird in der Währung des Archivs ausgestellt. Keine Gebühr, keine Gegenpartei, keine Erlaubnis, und dafür eine dokumentierte, von null verschiedene Wahrscheinlichkeit, dass jemand vor der eigenen Haustür steht. Dazu kommt Arbeit: Mehrfachsignatur, geografische Verteilung der Schlüssel, eine Täuschgeldbörse, die Disziplin, nie über Bestände zu sprechen, und Jahre, in denen man nicht nachlässig werden darf.
Drei Rechnungen, drei Währungen: entgangene Rendite, Verwaltungsgebühr, physisches Risiko. Der Preis des Haltens ist keine einzige Zahl. Und der Streit darüber, welche Form „besser“ sei, ist meistens ein Streit zwischen Leuten, die in verschiedenen Währungen zahlen, ohne das zu sagen.

Der Souveränitätsmultiplikator#
Klippstens Gedankenexperiment ist das sauberste Instrument, das jemand gebaut hat, um die dritte Rechnung zu bepreisen. Würde man zwei Millionen Dollar eines Bitcoin-ETF gegen eine Million Dollar in Münzen tauschen, die man selbst kontrolliert? Wenn ja, liegt der eigene Souveränitätsmultiplikator bei mindestens zwei. Bei anderthalb Millionen wären es 1,5. Er berichtet, dass mehr als die Hälfte der Leute, die er auf X befragte, ihren Multiplikator über fünf ansetzten. Seiner liegt bei etwa 1,5, als Amerikaner mit Zugang zum Bankensystem und guten Anwälten. In einem Land mit ernsthafter finanzieller Repression wären es zehn. Für Freunde an Orten, an denen Bitcoin das einzige Asset ist, dem sie trauen, darf es genauso gut unendlich sein.
Man kann das als Wechselkurs zwischen Anspruch und Besitz lesen, denn das ist es. Und es ist unvermeidlich auch ein Preis auf die dritte Rechnung: Der Multiplikator sagt, wie viel man in Dollar zu zahlen bereit ist, um aufzuhören, um Erlaubnis zu bitten. Was der Multiplikator nicht sagt, ist, gegen wen man sich schützt.
Diese Unterscheidung entscheidet alles. Gegen einen Staat, der ein Konto einfrieren kann, ist die Eigenverwahrung das einzige Instrument im Gespräch, und ein Multiplikator von zehn ist billig. Gegen einen Fremden, der die eigene Adresse kennt, ist der ETF das einzige Instrument, das einem in der eigenen Küche nicht weggenommen werden kann. Dieselbe Person kann beide Ansichten ehrlich vertreten, weil sie zwei verschiedene Angreifer beschreiben. Der Fehler ist, sie zu einem einzigen Geschmacksurteil über „Verwahrung“ zu mitteln, als gäbe es nur eine Bedrohung.
Der Beitrag des Archivs besteht darin, dass der zweite Angreifer nicht hypothetisch ist und nicht mehr grob untererfasst wird. Die meisten Bitcoin-Besitzer werden ihm nie begegnen. Wer es tut, wird feststellen, dass seine Schlüssel nie der Punkt waren, und dass ein Teil des bezahlten Souveränitätsmultiplikators physische Angriffsfläche gekauft hat statt Schutz davor.
Der deutsche Fleck auf der Landkarte#
Für deutschsprachige Leser lohnt ein eigener Blick in die Datei, weil er zeigt, wie Messungen täuschen. Deutschland kommt auf sechs der 702 Fälle, Österreich auf vier, die Schweiz auf drei. Zusammen sind das dreizehn, also 1,85 Prozent des Archivs, bei einem Bevölkerungsanteil von rund 1,25 Prozent. Auf den ersten Blick wirkt das beruhigend: Deutschland allein liegt mit 0,86 Prozent der Fälle unter seinem Bevölkerungsanteil von 1,03 Prozent, Österreich mit 0,57 Prozent weit darüber, die Schweiz mit 0,43 Prozent ebenfalls.
Doch bei drei oder vier Einträgen ist jede solche Quote Zufall. Ein einziger zusätzlicher Fall verschiebt den österreichischen Wert um ein Viertel. Wer daraus ableitet, in Wien sei das Risiko fünfmal höher als in Berlin, hat eine Zahl gerechnet und keine Erkenntnis gewonnen. Genau dieser Fehler steckt auch hinter der französischen Zahl: Ein Faktor von 14,4 ist kein Beweis für ein französisches Gewaltproblem, sondern zuerst ein Beweis dafür, dass eine Suchkette französische Lokalpresse und französische Gerichtsurteile lesen kann.
Und daraus folgt die unangenehme Umkehrung für den deutschen Sprachraum: Eine dünne Zahl in dieser Datei bedeutet nicht, dass hier weniger passiert. Sie bedeutet, dass deutschsprachige Lokalberichte, Gerichtsmeldungen und Polizeimitteilungen von dieser Pipeline nicht systematisch gelesen werden. Die README des Archivs sagt es selbst: Die Liste sei nicht vollständig, viele Angriffe würden nicht öffentlich berichtet. Was hier steht, ist eine Untergrenze, und die Untergrenze ist dort am niedrigsten, wo die Recherche die Sprache nicht spricht. Wer aus sechs Fällen „in Deutschland passiert das kaum“ liest, macht exakt den Fehler, den dieses Archiv behebt.
Praktisch bleibt die Mechanik dieselbe, egal in welcher Sprache sie beschrieben wird. Der Angreifer braucht drei Dinge: den Namen, den Ort und einen Betrag, der die Reise lohnt. Alles, was diese drei verbindet, ist Angriffsfläche — eine Adresse in einem öffentlichen Register, ein Foto mit Standortdaten, eine Bestandsangabe in einem Gespräch, ein Lieferant, der weiß, wer im Haus welche Geräte aufbewahrt. Ein Tarif, mit dem man das physische Risiko der Eigenverwahrung versichern könnte, ist mir nicht bekannt. Solange es ihn nicht gibt, wird diese Rechnung privat bezahlt, und niemand stellt sie in Rechnung.
Was gegen diese Lesart spricht#
Drei Einwände verdienen mehr als einen Absatz, weil jeder von ihnen recht haben könnte.
Der erste ist der fehlende Nenner. 702 Fälle in zwölf Jahren sind weltweit etwa 59 im Jahr, und im vergleichbaren Fenster von 2020 bis 2026 nach meiner Division rund 95 im Jahr. Gegen eine Halterpopulation in zweistelliger Millionenhöhe ist das ein Rundungsfehler. Ich kann die Rate pro Halter nicht nennen, weil ich keine belegte Zahl von Bitcoin-Besitzern habe, und eine zu erfinden, damit die Arithmetik streng aussieht, wäre genau der Fehler, den dieses Archiv korrigieren soll. Das Archiv misst nicht das Risiko. Es misst die Zahl der Menschen, bei denen das Risiko eingetreten und festgehalten worden ist, und das ist etwas anderes und Kleineres.
Der zweite ist die Aufblähung. Eine KI-Kette, die 72 Länder durchsucht, findet auch Dubletten, Übersetzungsfehler, unbestätigte Lokalberichte und Fälle, die nur benachbart sind statt einschlägig. TFTC schlägt den richtigen Test vor: Wenn ein unabhängiges Audit bei mehr als etwa zwanzig Prozent der 375 Ergänzungen Dubletten oder sachfremde Einträge findet, ist die Verdoppelung ein Artefakt. Die Kuration vom 11. Oktober, die 38 Einträge hinzufügte, 3 entfernte und 33 Dubletten zusammenführte, spricht für Disziplin. Sie ist kein Beweis für Genauigkeit, und auf das Audit wartet man besser, statt es durch Zuversicht zu ersetzen.
Einwand drei: Vielleicht folgen die Angriffe einfach dem Preis. Die Anstiege 2021 und 2025 liegen in Aufwärtsjahren, der Rückgang 2023 in einem Abwärtsjahr, und das Plateau 2026 in einem Markt, der sich nicht bewegt hat. Bitcoin stand heute Morgen auf meinem eigenen Dashboard bei 81.628 Dollar, 6,6 Prozent über dem Stand von 76.600 Dollar, bei dem das Liquiditätsmodell von The Bitcoin Layer am 11. September zuletzt auf sein rotes Signal umsprang — ein Signal, das sein eigener Autor als verpasst beschreibt, weil der Kurs zeitweise dreizehn Prozent stieg. Wenn die Jahresform des Archivs ein nachlaufendes Kursdiagramm ist, dann ist der Sprung von 2020 die Methode, die Ausschläge von 2021 und 2025 sind Bullenmärkte, und das Plateau ist ein flacher Markt. Diese Hypothese ist mit Jahresdurchschnittskursen prüfbar, und ich habe sie nicht geprüft. Wer gegen diesen Text argumentieren will, sollte das zuerst tun.
Was ich nicht prüfen konnte, gehört in die Liste, weil der Text darauf steht. Es gibt keine belegte Zahl von Bitcoin-Besitzern, also keine Rate pro Halter. Die Weltbank-Tabelle enthält keine Zahl für Taiwan, also keine Quote für das drittgrößte Land der Datei. Die 375 Ergänzungen sind nicht unabhängig auditiert. Und die Jahresreihe der Kurse, die der dritte Einwand bräuchte, habe ich nicht gerechnet. Jede dieser Lücken ist schließbar, und keine ist hier geschlossen.
Worauf zu achten ist#
Drei Marker, jeder prüfbar statt deutbar. Erstens das unabhängige Audit der 375 Ergänzungen gegen die Zwanzig-Prozent-Schwelle. Zweitens der erste Versicherer, der einen Tarif für das physische Risiko von Bitcoin-Verwahrung veröffentlicht, denn eine Prämie ist der einzige Ort, an dem der Inhalt dieses Archivs zu einem Preis wird, den Märkte lesen müssen. Drittens die nächste Jahresfortschreibung: Landen die neuen Fälle überwiegend in zurückliegenden Jahren und bleibt der laufende Jahrgang nahe 150, dann hat die Dokumentation die Wirklichkeit eingeholt, und die Reihe misst von hier an Angriffe. Springt der laufende Jahrgang erneut, findet die Suche weiterhin Geschichte.
Fazit: Die Rechnung ist da#
Das Interessante an einem siebzehnjährigen Bestand, in dem niemand einen Schlüssel gebrochen hat, ist die Auskunft darüber, wo Wert tatsächlich sitzt. Er sitzt in einer Person, die man finden kann. Jeder Fall im Archiv begann damit, dass jemand wusste, wen man besuchen muss. Die tragende Wand der Eigenverwahrung ist deshalb nicht die Kurve und nicht die Wiederherstellungsphrase. Es ist Privatsphäre.
Das ist eine unbequeme Schlussfolgerung für eine Branche, die ein Jahrzehnt lang Transparenz als Tugend aufgebaut hat. Eine Adresse, die sich einem Namen zuordnen lässt, ist ein Ziel mit Postleitzahl. Ein Netzwerk, das auditierbarer wird, je wertvoller es wird, stellt seinen Haltern für dieses Privileg eine Rechnung, und die Rechnung kommt in einer Währung, die niemand auf einem Bildschirm notiert. Das Archiv hat gerade eine zweite Ausfertigung dieser Rechnung geschickt, mit 375 Positionen, die die ganze Zeit auf Portugiesisch, Französisch und Mandarin dagestanden hatten.
Der Preis des Haltens war immer da. Was sich diese Woche geändert hat, ist, dass ihn jemand endlich summiert hat.

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