Der GdV – der Grad der Verblödung nimmt zu

Wo sind die PISA-Studien über das Lehrpersonal und das Kultusministerium, das Lehrpläne erstellt?

Georg Ohrweh

9. September 2026September 9, 2026 · 7 Min. Lesezeit7 min read

25 Jahre nach dem ersten PISA-Schock ist alles besser geworden, nur in die falsche Richtung. Die aktuelle PISA-Studie zeigt, dass die Mathematik, seit ihrer Erfindung, immer komplizierter geworden ist, je mehr man sie enträtselt. Das gilt besonders für die Grundrechenarten. Daher soll untereinander Dividieren ja auch in ersten Bundesländern schon abgeschafft werden.

Gleiches gilt für die Naturwissenschaften, weil sich Naturgesetze so schnell ändern, dass selbst die Wissenschaft gar nicht mehr schnell genug hinterherkommt, die richtigen Gelder für die richtigen Studien einzusammeln, damit am Ende das herauskommt, was der Geldgeber sich wünscht.

Und Lesen wird schon seit Jahrzehnten sowieso total überbewertet.

Statt Lesen hätte man mal besser das Wischen abfragen sollen, das hätte den Durchschnitt angehoben.

Die digitalen Medien sind nicht gerade dazu geeignet, das Lesen zu fördern. Hinzu kommt noch, dass die Aufmerksamkeitsspanne durch Kurznachrichten immer kürzer wird.

Wenn der Digital Services Act statt als Vorwand wirklich davor schützen würde, dass junge Menschen sich weniger mit dem Smartphone und mehr mit einem haptischen Buch beschäftigen würden, dann würde er tatsächlich Sinn machen. So ist er nur ein weiterer Baustein im Aufbau des Europäischen Reichs.

Die Ergebnisse zeigen, dass der staatlich verordnete Lehrplan genau so für die Tonne ist, wie die Politik der letzten Jahre, seit es mit der Bildung abwärts geht. Nichts hat mit nichts etwas zu tun, versteht sich.

Die Elternhäuser scheinen ihren Kindern nicht mehr zu vermitteln, wie spannend ein Buch sein kann: Von der Haptik, ein Buch in der Hand zu halten, oder das Buch zu riechen, wenn man es aufschlägt, haben die zur literarischen Verwahrlosung erzogenen Lese-Allergiker keinen blassen Schimmer mehr.

Und auch nicht davon, wie wunderbar man sich die Augen verderben kann, wenn man heimlich unter der Bettdecke, mit der Taschenlampe, unbedingt noch das Abenteuer mit Indianern oder Ponys, die der Pipi Langstrumpfenden mit dem Negerkönig aus der Südsee oder andere Aneignungsschädlichkeiten weiterlesen will.

Die Boomer-Generation ist mit Indianern und Negerkönigen groß geworden und seltsamerweise sind die allerallermeisten überhaupt keine Rassisten geworden. Was stimmt da nicht, was wurde da in der Erziehung falsch gemacht?

Vom Lesen wäre man dann auch ganz schnell beim Schreiben: Kleine Zettel zum Austauschen, Liebesbriefe, Poesie-Alben, Tagebücher, in denen man noch nach Jahrzehnten durch die eigene Handschrift in die Gefühlswelt von damals eintauchen kann. Mein Gott, was war man damals schön blöd und herrlich naiv! Ob man Messages, aus Zeiten, in denen man verliebt war, in 40 Jahre noch lesen kann? Kann man die so lange speichern, und wo?

Die Handschrift ist überhaupt ein starker Ausdruck der Persönlichkeit, aber starke Persönlichkeiten will man gar nicht mehr so gerne haben. Eher Menschen, die nützliches Wissen auf Kommando wieder ausspucken können, was man ihnen vorher eingetrichtert hat, damit sie tüchtige Steuerzahler werden.

Und ganz abgesehen davon, dass sowohl durch das Nicht-Lesen in Büchern, als auch durch das Nicht-Selbst-Schreiben ein großer Teil der europäischen Kultur den Bach herunter geht.

Mal eben schnell eine Message zu tippen, oder eine E-Mail, hat auch immer was schützendes, weil man mit den vorgefertigten Einheits-Gleichmacher-Buchstaben anonym bleibt, man gibt mit der eigenen Handschrift nichts über sich preis. Und Rechtschreibung muss man auch nicht beherrschen, macht das Korrekturprogramm, wozu also die eigenen Gehirnzellen bemühen?

Ob die bunte Vielfalt der Nationen in den Klassen eventuell auch Einfluss auf das gesamte Bildungsniveau hat, möge sich jeder selbst beantworten.

Außer Acht lassen sollte man auch die Lehrkräfte nicht. Vielleicht sind unter denen inzwischen schon so viele akademisch verstrahlt, dass sie vor lauter akademischer Überlegenheit den Zugang zu den jungen Wundern verloren haben, aber so akademisch, dass sie das gar nicht mehr mitbekommen?

Und dann war da ja noch die Zeit der Corona-Finsternis, in denen den Kindern ein wichtiger Teil ihrer Entwicklungsmöglichkeiten mutwillig und aus wissenschaftlicher Dummheit geraubt wurde. Sorry, das konnte man ja zum damaligen Zeitpunkt nicht wissen, haha!

Man kann die Ergebnisse der PISA-Studien auch anders sehen: Eigentlich sind sie sogar ein Erfolg für das System. Je verblödeter die Gesellschaft, desto leichter ist sie zu lenken. Dann noch eine Prise tagesschau dazu, um auch das Bildungsniveau im Erwachsenenleben möglichst niedrig zu halten. „Ja, wenn das im Fernsehen kommt, dann wird das schon stimmen!“

Glücklicherweise informieren sich heute schon viele junge Menschen über andere Kanäle (da sollte es einen Unterricht geben, in dem man lernt, die Informationen zu bewerten. Wer schreibt das, welchen Hintergrund hat er, wessen Geld steckt da drin, was könnte seine Absicht sein, welche politische Ausrichtung hat der Autor, was soll mit der Information möglicherweise bezweckt werden, wem nutzt sie, und und und?)

Die PISA-Studie bestätigt, dass die Verblödung funktioniert, und das nun schon seit so vielen Jahren.

Kinder sind von Natur aus neugierig und wissbegierig, sie wollen die Welt entdecken und verstehen. Sie sind die Leidtragenden, weil die Erwachsenen, die ihnen etwas G’scheits beibringen sollten, entweder zu doof dazu sind, oder der Lehrplan es nicht zulässt, dass sie den Kindern wirkliche Bildung zukommen lassen können.

Stattdessen werden sie doof geschult, weil man unfähig und nicht Willens ist, das Potenzial der Kinder, jedes für sich ein individuelles Wunder, herauszufinden und genau das zu fördern. Stattdessen Einheits-Mathematik, langweilige Physik-Experimente, nichts, mit dem man die Neugierde der Kinder wecken könnte, ein spannender Unterricht, der sie hinter dem Ofen hervorlockt, wo sie sich gerne verkriechen, weil sie schon sehr früh spüren, dass irgendwas in der Gesellschaft nicht stimmt. Und das Corona-Trauma hat sie noch mehr verunsichert und sie in ihrer natürlichen Entwicklung gehemmt.

Musikunterricht? Kann oft weg, braucht man nicht, kann man kein Geld mit verdienen, bringt keine Steuereinnahmen. Panzer sind wichtiger! Ästhetik? Ist was für Spinner und Weicheier.

Das Schöne, das Wahre und das Gute? Jetzt wird’s aber langsam lustig!

Dann noch aufgedonnerte Transen, die Märchen erzählen. Das Märchen mag ja spannend sein, aber vielleicht verstört es die Kinder, wieso da ein Wesen mit schrillem Outfit und tiefer Stimme vorliest? Wieso verkleidet sich der Mann als Frau? Warum macht Papa das nicht? Das wirft dann im Eltern-Eins-Zwei-Drei-Haus Fragen auf, mit denen die Eltern sehr schnell überfordert sein können. Die Entdeckung der eigenen Sexualität steht ihnen noch bevor. Unschuld wird mutwillig zerstört. Auch hier wird in eine natürliche Entwicklung durch Irre künstlich eigegriffen, die sich in einer pathologisch anmutenden Phantasie diesen Mist ausgedacht haben.

Fließen all diese Punkte auch in die Bewertung ein?

Und wäre es so, käme man dann zu anderen Ergebnissen?

Und wieso zementiert man mit den Erfahrungen, dass es seit vielen Jahren abwärts geht, statt den Meißel zu nehmen, an die wahren Ursachen zu gehen, und die Misere endlich aufzulösen?

In Skandinavien werden inzwischen Laptops und Handys wieder aus dem Unterricht verbannt. Das könnte Deutschland doch genau so machen, warum nicht, weil man gar nicht will, dass sich etwas ändert?

Warum nicht Kinder, die aus fremden Ländern kommen, in Klassen zusammenlegen, um ihnen einen besonders intensiven Sprachunterricht angedeihen zu lassen? Integration schießt dann über das Ziel hinaus, wenn es um die Integration selbst und nicht um das gemäße, sinnvolle Fördern der Kinder geht.

Man kann mit Fug und Recht sagen, dass die PISA-Studie mehr Fragen aufwirft, als sie Antworten gibt. Sie ist vor allem ein reines Feststellungsverfahren des Ist-Zustandes ohne, dass die Ergebnisse Konsequenzen hätten, die an dem Zustand etwas ändern würden.

Insofern kann auch die, wie so vieles in Deutschland, weg.

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(Dieser Beitrag wurde mit dem Pareto-Client geschrieben.)

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(Bild von pixabay)

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