Neues aus dem Gedankenmixer #10

Der Ruf des Bewusstseins – Wir Menschen sollen an dem Wahnsinn lernen, der uns jeden Tag entgegentritt

Georg Ohrweh

October 23, 2026 · 8 min read

KI-Schreib- und Sprech

Inzwischen gibt es schon so viele Videos, die entweder mit einem grottenschlechten Untertitel versehen sind, dass jedem, der einigermaßen die Rechtschreibung beherrscht, kotzübel werden muss, oder die Videos werden von der KI in ein abgehacktes, monotones, oft viel zu schnelles Sprech übersetzt, dass das normal ausgebildete Ohr es nicht ertragen kann und man abschaltet.

Es stellt sich die Frage, wie lange es wohl dauern wird, bis diejenigen, die kein Gefühl für das geschriebene Wort und die gesprochene Sprache haben, sich diesen unterirdischen Schreibdreck angewöhnen (wenn die KI so schreibt, dann kann ich das ja wohl auch) oder sich dieselbe roboterartige Sprache aneignen, falls sich beides nicht wesentlich verbessert. Besonders die jüngere Generation scheint hier am gefährdetsten zu sein.

Zwischen Kritik an der Regierung Israels und Antisemitismus wird nicht richtig unterschieden

Kritik an der Regierung, am Staat Israel ist nicht mit Antisemitismus gleichzusetzen. Antisemitismus ist eigentlichen Sinne die Ablehnung von oder die Verfolgung von Juden, weil sie Juden sind. Antisemitismus ist eine Form von Rassismus. Rassismus ist in jeder Form, egal gegen wen er gerichtet ist, auf das schärfste abzulehnen.

Speziell in Deutschland wird ein Gleichklang erzeugt, der vor allem der israelischen Regierung dient, in dem Vorgehensweisen nicht kritisiert werden, die in jedem anderen Land Empörung und Verurteilung auslösen würden. Die Täter-Opfer-Rolle scheint auf ewig festgeschrieben zu sein. Es gibt ohne Zweifel eine alles andere als rühmliche deutsche Vergangenheit, es gibt jedoch auch ein alles andere als rühmliches Verhalten der israelischen Regierung, der in ihr vorhandenen zionistischen Kräfte und dem feuchten Traum eines Groß-Israels in der Gegenwart.

Aufgrund der vergangenen deutschen Geschichte befindet sich das Deutschland von heute quasi in israelischer Geiselhaft, die es der Regierung Israels erlaubt, sich in vielen Fällen wie die Axt im Walde zu benehmen, ohne, dass in der deutschen Regierung auch nur den Hauch einer Empörung gibt. Bis auf ganz wenige Ausnahmen zieht sich dieses Phänomen durch die gesamte derzeit vorhandene Parteienlandschaft.

Jeder, der Kritik an der israelischen Regierung ausspricht, gilt als Antisemit und wird damit mundtot gemacht, genährt vom „Ewigen Schuldkomplex“. Die heutige Bevölkerung Deutschland besteht aufgrund der inzwischen vergangenen Zeit, bis auf wenige Ausnahmen, aus Menschen, die in der Zeit, in der die Greuel im Dritten Reich stattgefunden haben, gar nicht gelebt haben. Nach dem Vorbild der „Sippenhaft“ im Dritten Reich werden die heutigen Menschen in „Generations-Haft“ genommen. Es wird Zeit, diese zu beenden und zu einem differenzierten Blick auf die Vorkommnisse in Israel zu kommen. Dazu würde auch gehören, Juden, Zionisten und Israel nicht mehr in einen Topf zu werfen, weil hier zusammenkommt, was nicht zusammengehört.

Selbstverständlich ist der vorläufig dunkelsten Zeit in der Geschichte Deutschlands angemessen zu gedenken und respektvoll mit ihr umzugehen. Sie darf jedoch nicht bewirken, dass die Gegenwart so sehr von ihr beeinflusst wird, dass die Realität dadurch verklärt wird, wenn es darum geht, berechtigte und begründete Kritik an dem Staat Israel auszuüben.

Viel zu wenig beachtet und gewürdigt: Die Hafenarbeiter

Am 30. Oktober ist der zweite internationale Aktionstag der italienischen Gewerkschaft Unione Sindacale di Base geplant. Die Initiative rechnet mit der Unterstützung von über 100 Häfen in 17 Ländern auf 4 Kontinenten.

Die geplanten Streiks finden auf einem Küstenabschnitt von fast 1.100 Seemeilen statt. Allein im Mittelmeerraum geht dieser von Südwestfrankreich bis Piräus. Darüber hinaus wichtige Häfen in Nordeuropa, Mexiko und Indien.

Die USB schreibt dazu: „Dieser Aktionstag zeigt die Kraft der organisierten Arbeiterklasse im Widerstand gegen den Krieg. Wir verurteilen den Völkermord am palästinensischen Volk, der vom Staat Israel mit Unterstützung der USA, der NATO, der EU und der mit ihm kollaborierenden Regierungen verübt wird, sowie die schändliche Blockade gegen Kuba und andere imperialistische Aggressionen. Schluss mit der Militarisierung der Kais und der Automatisierung, die zum Abbau von Arbeitsplätzen führt.“

Wer in der Nähe der Häfen lebt, sollte die Hafenarbeiter mit guten Essen und Getränken unterstützen.

Die USA scheinen ihr Blaues Wunder erleben zu wollen

Um nicht noch mehr Stimmen zu verlieren, will der Präsident der USA bis nach den Zwischenwahlen am 3. November 2026 warten, um dann einen weiteren Schlag gegen den Iran zu beginnen. Die Anzeichen hierfür verdichten sich. Wie schon zuvor sind Truppenbewegungen zu verzeichnen, Personal in der gefährdeten Region werden reduziert.

Obendrein sind am 27. Oktober 2026 Parlamentswahlen in Israel. Die New York Times berichtete, dass die USA und Israel bereits Pläne für eine erneute Bombardierung des Iran ausgearbeitet hätten. Das Timing ist perfekt. Wahlen in Israel und den USA abwarten und dann losschlagen.

Unterdessen bereitet der Iran sich ebenfalls vor und verkündet, dass er im Falle eines erneuten US-israelischen Angriffs Datenzentren, Einrichtungen der künstlichen Intelligenz und andere zahlreiche Standorte auf der gegenüberliegenden Seite des Persischen Golf zerstören wird. Hinzu kommen noch sieben Unterseekabel, die unter der Straße von Hormus verlaufen und den Datenverkehr zwischen Europa und Asien gewährleisten, von denen alle weltweiten Internet- und Handelsdaten abhängen. Eine kleine Kostprobe gab es schon, als im März Einrichtungen von Amazon in den Vereinigten Arabischen Emiraten direkt getroffen wurden und auch in Bahrain Schaden an der Infrastruktur entstanden ist.

Inzwischen sieht der Iran einen nächsten Konflikt als existenzielle Bedrohung an, in dem es keine roten Linien mehr geben wird. Daraus lässt sich schließen, dass der Iran sich mit aller Härte wehren wird und dass seine Chancen, dass ihm das erfolgreich gelingt, gar nicht so schlecht stehen, gerade, weil man sich auf einen existenziellen Kampf eingelassen hat, was die Vorgehensweise des Iran sicher wesentlich aggressiver machen wird, als die der USA, deren Existenz durch diesen Krieg (noch) nicht gefährdet ist.

Bereits zuvor hatte der Iran schon verlautbaren lassen, dass auch Ziele außerhalb der näheren Region als legitime Angriffsziele angesehen werden. Sofern Wiesbaden auch Koordinaten für US-amerikanische (und israelische?) Angriffe gegen den Iran liefert, wäre auch das ein legitimes Ziel. Grundsätzlich wäre dem Iran auch zuzutrauen, dass er Langstreckenraketen Richtung USA schickt. Und wer weiß, was Lawrow, der vor kurzem in Teheran war, dem Iran an militärischer Hilfe möglicherweise zugesagt hat? Vielleicht Oreschnik-Raketen? Weiter steht Afghanistan mit dem Iran nahe, der hat Atomwaffen, wie Russland auch.

Was in Europa die Ukraine, so ist ein weiterer möglicher Angriff der USA und Israel auf den Iran geeignet, auch von dort aus einen 3. Weltkrieg auszulösen. Sicher ist, dass der Iran eher untergehen würde, als sich zu ergeben. Zu weit haben sich die überheblichen USA-Imperialisten bereits aus dem Fenster gelehnt.

Starlink/Starshield aus - Starlink/Starshield an?

Ist es nicht etwas seltsam, dass ein wesentlicher Teil der militärischen Hilfe der USA für die Ukraine in den Händen eines „Privatmanns“ namens Elon Musk liegt?

Da ruft der Präsident der Vereinigten Staaten mutmaßlich Elon Musk an und muss ihn auffordern, die Einschränkungen des militärisch genutzten Systems (das ist Starshield) aufzuheben, nachdem Elon Musk die Übertragungsgeschwindigkeit gedrosselt hatte.

Muss man sich da nicht fragen, wer in den USA über die eigentliche Macht verfügt? Die US-Administration oder ein reiches Spielkind, das sich ein fliegendes Dampfauto gebaut hat?

Die Ukraine behauptet hingegen, dass die Geschwindigkeitsbegrenzung weiterhin besteht.

Soll da der Ukraine-Krieg langsam in einem Katz-und-Maus-Spiel heruntergefahren werden, ohne, dass es einen wirklichen Gewinner und Verlierer gibt?

Das Experiment mit der heißen Herdplatte

Die Mutter warnt das Kind: „Fass nicht auf die heiße Herdplatte, das tut weh, Du verbrennst Dir die Finger“. Was macht das Kind? Es fasst auf die heiße Herdplatte und verbrennt sich die Finger. Selbstverständlich will die Mutter das Kind schützen, das Kind jedoch will durch eigene Erfahrungen lernen, das ist in ihm angelegt, während es die Welt für sich entdecken will, auch, wenn sich hinterher herausstellt, dass das durchaus mit Schmerzen verbunden sein kann.

Die heutigen Entscheidungsträger, die sich aus der Sicht eines wirklich erwachsenen Menschen, wie ein Kindergarten verhalten, reagieren auf dieses Experiment so: Kritische Stimmen warnen vor einer Eskalation mit Russland, in der der sogenannte Wertewesten nur verlieren kann, und was machen die infantilen Deppen? Sie legen die Hand auf die heiße Herdplatte, keiner merkt aber, dass es nicht die eigene ist, und tun so, als ob das für einen guten Zweck wäre und, wie man sieht, überhaupt nicht weh tut.

Die Enquete-Kommissions-Aufführung

Die gesamten, bisherigen Darbietungen schlechtester Schauspielkunst sind ein Zeitdokument dafür, wie Geschichte gemacht wird. In die Vergangenheit geschaut, fragt man sich, wieviel da schon zurechtgebogen wurde, dass es passt. Nicht zuletzt heißt es ja, dass die Geschichte von den Siegern geschrieben wird. Eigentlich muss man heute alles, was einem im Geschichtsunterricht so erzählt wurde, in Frage stellen.

Weil noch nicht zu weit entfernt, wäre es interessant, die Vorgeschichte, die zu den bisherigen beiden Weltkriegen geführt hat, genauer zu beachten. Literatur dazu gibt es genug.

Zum 1. Weltkrieg sind die „Zeitgeschichtlichen Betrachtungen“ von Rudolf Steiner sehr interessant, und zum 2. Weltkrieg liefert beispielsweise Daniele Ganser interessante Informationen. Besonders beeindruckend das von ihm beschriebene Schauspiel „Angriff auf Pearl Habour“.

Mit Spannung erwarten darf man das Buch von Tom Lausen und seiner Frau „5 Minuten gegen die Macht“. Zukünftige Generationen werden die Dokumentationen der „öffentlichen Sitzungen“ mit den „nicht öffentlichen“ vergleichen können und ihre eigenen Schlüsse daraus ziehen.

Statement

Ich habe weder etwas gegen Juden, noch Moslems, noch Christen, noch Buddhisten, noch Hindus, noch sonst wie Andersgläubige. Ich habe jedoch etwas gegen Menschen, die ihre Menschlichkeit verloren haben, die sich wie Tiere aufführen und andere als Tiere bezeichnen. Da ist mir die Religion vollkommen gleichgültig, ich schaue mir den Menschen an, wie ist er, was tut er, was lässt er, was sagt er, und nicht welcher Religion er angehört, um das dann darüber einzuordnen.

(pareto und Friedenstaube auch auf telegram unter https://t.me/pareto_artikel und https://t.me/friedenstaube_artikel )

(Wem meine Artikel gefallen, bitte teilen. Und ich wehre mich nicht gegen eine Satoshi-Unterstützung nach eigenem Ermessen. Danke!)

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(Dieser Beitrag wurde mit dem Pareto-Client geschrieben.)

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(Bild von pixabay)

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Ich habe mich noch nie mit einfachen Antworten zufrieden gegeben.

georgohrweh@pareto.town

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