Entscheidungen

Eine kurze Verlautbarung in eigener Sache. Wenn Sie meine Arbeit verfolgen und schätzen, würde es mich freuen, wenn Sie sich ein paar Minuten Zeit dafür nehmen.

rp.

14. Dezember 2025December 14, 2025 · 6 Min. Lesezeit6 min read

Den Text habe ich aufgrund der persönlichen Natur des Inhalts ausnahmsweise auch als Podcast aufgenommen. Anhören kann man sich die Aufnahme direkt unter dem Blog-Beitrag sowie bei YouTube und Odysee. (Spielzeit: 7 Minuten)


Unser Leben ist die Konsequenz einer Folge von Entscheidungen: Schule, Karriere, Partnerschaften, Familie, Freunde, Gesundheitszustand, Bonität – oft hängt all das von Gedanken, Emotionen und Reaktionen ab, die binnen Sekunden zu Entscheidungen und damit nicht selten zu langfristigen, ja lebenslangen Veränderungen führen. Denn einmal getroffen, sind Entscheidungen mehr oder weniger schwer revidierbar. Mal steht einem das Ego im Weg, mal sind es äußere Umstände. Nicht selten hält uns schlicht Routine davon ab, Dinge zu verändern. Oder das Gefühl, vermeintliche Sicherheiten aufzugeben – obwohl wir alle wissen, dass es diese Sicherheit nicht gibt. Denn schon eine Sekunde der Unachtsamkeit kann uns jederzeit das Leben kosten.

Ein Leben, das in weiten Teilen von Entscheidungen Dritter bestimmt ist. Von Personen, Institutionen und Organisationen, die wir nie damit beauftragt haben. Gesetze, Abgaben, internationale Abkommen, Digitalisierung, Zensur, Sanktionen, Kriege: all das wird in unserem Namen, »zu unserer Sicherheit«, aber ohne uns entschieden. Obwohl wir die Konsequenzen tragen – und dadurch immer unsicherer leben. Was uns bleibt, sind die Entscheidungen, die uns ganz direkt betreffen – unsere Zeit, unsere Familie, unsere individuelle Autonomie, unseren sozialen Wirkungsgrad und unsere Gesundheit. Wobei auch hier längst Abstriche zu machen sind.

Dennoch – es steht uns zumindest frei, zu entscheiden, ob wir in einer Lüge oder die Lüge leben.

Ich habe immer versucht, Ersteres zu tun. Einfach so. Ohne viel darüber nachzudenken. Aus dem Bauch heraus. Weil ich nicht anders kann. Das war selten einfach, aber letztlich immer gut. Denn es braucht nun mal nur einen einzigen Grund, um das Richtige zu tun – dass es das Richtige ist.

Genau deshalb habe ich auch jetzt (wieder) eine Entscheidung getroffen, die mein Leben sicher nicht einfacher macht. Denn ab März 2026 werde ich mich dem Journalismus in Vollzeit widmen. Hauptberuflich – was in Konsequenz den Verlust meines »sicheren« Einkommens bedeutet. Diese Unsicherheit nehme ich aber gerne in Kauf, weil es nach meinem Dafürhalten das Richtige ist. Weil ich meine Zeit, Energie und Expertise in Anbetracht des zunehmend bedrohlichen Status quo künftig nur noch für Aufgaben einsetzen möchte, die der »souveränen Autonomie des Individuums« dienen. Für investigative Recherchen, zensurresistente Publizistik, dezentrale Technologie und eine freie Wirtschaft. Für Privatpersonen, Mittelständler, Publikationen, Genossenschaften, Vereine und Organisationen, die meine Wertvorstellungen teilen.

Was das konkret bedeutet, habe ich aus Transparenzgründen im Folgenden zusammengefasst:

Eine Übersicht der offerierten Dienstleistungen finden Sie ab sofort auf der gleichnamigen Seite meiner Homepage, die parallel zum vorliegenden Text aufgeschaltet wurde. Weitere Infos zu den genannten Vorhaben werde ich im ersten Quartal 2026 über meine Seite und Kanäle teilen.

Abschließend – und für Sie als Leser vielleicht am wichtigsten, weil ich immer wieder danach gefragt wurde: Ab sofort können Sie meine Arbeit finanziell unterstützen. Während das in den vergangenen fünf Jahren weder möglich noch nötig war, wird die direkte Unterstützung von Lesern künftig dabei helfen, die Kosten für Recherchen, Buchprojekte, Web-Hosting, Technologie, Telefonie, Mobilität und Pressearbeit zu stemmen. Auf der neu eingerichteten Support-Seite meiner Homepage finden Sie entsprechende Abo-Lösungen und Zahlungsmethoden. Besonders hilfreich sind in diesem Kontext natürlich Daueraufträge – auch für Kleinstbeträge – oder Substack-Abonnements, weil mir das ein Mindestmaß an Planbarkeit ermöglicht.

Sollten Sie meine Arbeit schätzen und die Möglichkeit haben, sie zu unterstützen, würde mich das freuen. Denn es wird dazu beitragen, dass ich irgendwann auch in Bezug auf diese Grundsatzentscheidung festhalten kann, das Richtige getan zu haben.

Damit bleibt mir nur noch, mich für Ihr Interesse zu bedanken – und für Ihre Unterstützung. Ich wünsche Ihnen eine besinnliche, harmonische und erholsame Weihnachtszeit und einen guten Start für 2026! 

Tanken Sie Kraft. Die Indizien deuten darauf hin, dass wir sie brauchen werden.

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